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Parthenon (altgriechisch παρθενών ‚Jungfrauengemach‘) bezeichnet den griechischen Tempel für die Stadtgöttin Athena auf der Akropolis von Athen. Als eines der berühmtesten Baudenkmäler des antiken Griechenlands und weltweit bekanntes Bauwerk beherrscht dieser Peripteros dorischer Ordnung seit fast 2500 Jahren den Athener Burghügel.
Im Laufe der Geschichte Griechenlands diente dieser Tempel der Religion des antiken Griechenland auch als christliche Kirche und islamische Moschee. Die Ruine zieht jedes Jahr Millionen von Touristen aus aller Welt an.
Der Parthenon wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. der Göttin Athena zum Dank für die Rettung der Athener und Griechen nach dem Zweiten Perserkrieg erbaut. Er ersetzte einen älteren Tempel der Athena, den sogenannten Vorparthenon, der während der persischen Eroberung Athens im Jahr 480 v. Chr. zerstört worden war. Das Gebäude diente unter anderem als Schatzkammer des Attischen Seebunds. Nach der Christianisierung wurde der Tempel im 6. Jahrhundert der Jungfrau Maria geweiht und in eine byzantinische Kirche umgewandelt. Nach der Eroberung der Athener Oberstadt mit der Akropolis im Jahr 1458 durch die Osmanen wurde der Parthenon 1460 zur Moschee umgestaltet.
Während des Großen Türkenkriegs und der Belagerung Athens durch die Venezianer explodierte 1687 ein dort eingerichtetes Munitionsdepot durch venezianischen Beschuss, wodurch der Parthenon stark beschädigt wurde. Von 1801 bis 1812 ließ der britische Lord Elgin umfangreiche Teile der Baudekoration des Parthenon nach London bringen. Im Jahr 1816 an die britische Krone verkauft und seit dem darauffolgenden Jahr im British Museum ausgestellt, hält der Streit über die Restitution dieser sogenannten Elgin Marbles (Elgin-Marmore; auch Parthenon-Marmore) bis in die Gegenwart an. Nach der griechischen Revolution und der folgenden Unabhängigkeit von den Osmanen erlangte der neugegründete griechische Staat 1832 die Kontrolle über die Akropolis. Per Gesetz erklärte er sie zur archäologischen Stätte unter behördlicher Verwaltung. Zwei Jahre später begannen Vermessungs- und Restaurierungsarbeiten am Parthenon; 1836 wurde die Apsis der frühchristlichen Kirche sowie 1842 ein kleiner Moscheebau im Inneren abgetragen. Restaurierungen erfolgten in den 1920er-Jahren und erneut ab 1986.
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Einleitung und Sehenswürdigkeiten in der Nähe stammen von Wikipedia, lizenziert unter CC BY-SA 4.0.